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Mut zum Aufbruch?!

Kennen Sie den Film „und täglich grüßt das Murmeltier“? Oder das so häufig genutzte Bild vom Hamsterrad? Auch da bewegen sich Menschen, stehen auf, sind unterwegs – und treten doch auf der Stelle. Bzw. es bleibt alles im Rahmen des Üblichen, im Rahmen des Banalen.

Aufbruch hat eine andere Qualität

Wenn ich „Aufbruch“ auf google eingebe, wird es interessant. Viele Bedeutungen, Synonyme sind zu finden.

In den folgenden Betrachtungen fokussiere ich mich auf zwei elementare systemische Bewegungen, die ich mit dem Wort Aufbruch verbinde:

  • sich auf den Weg machen, aufbrechen zu neuen Ufern, Wegen    und
  • etwas Verkrustetes, Einengendes, Hinderndes aufbrechen.

Und es wird skizziert,  welche Auswirkungen die beiden Dynamiken auf das unternehmerische Handeln haben.

Aufbruch = sich auf den Weg machen, allein, gemeinsam im Team , mit dem gesamten Unternehmen, mit Staunen und Neugier sich der Vielfalt der Situationen und der Möglichkeiten des Lebens stellen, erkunden, was einem begegnet, zwischen Überraschendem und Geplantem, zwischen Flanieren und zielstrebig im Wechsel…

Dazu die angemessene Ausrüstung auswählen.

Die angemessene (leicht und sinnvoll im Wesentlichen) Ausrüstung ermöglicht, gut gerüstet, jedoch frei von allem unnötigen Ballast, voranzugehen, auch im schwierigen Gelände.  Sich auf den Weg machen bedeutet, schöne/berührende/bereichernde Begegnungen und Erfahrungen zu machen, sich erfreuen.  Bedeutet, Abenteuer bestehen, gefährliche Situationen zu meistern, dabei neue Fähigkeiten entdecken und entwickeln…   Daraus entstehen neue Fähigkeiten für den Umgang mit dem Ungewissen, dem Neuen. Man lernt, den Blick für die Möglichkeiten zu schärfen, dem Mut zu vertrauen – und auch die Grenzen zu entdecken. Deren Akzeptanz schützt vor Übermut und Leichtsinn.

Das Symbol dafür: das Schiff, mit dem man sich auf den Weg macht.

Und Aufbruch kann auch bedeuten,

die Verkrustungen des Gewohnten aufbrechen, die Gitterstäbe der Komfortzone aufbrechen und Grenzen überschreiten, die eigenen, die der anderen.

Beherzt, entschieden, mit Herzklopfen

Damit daraus keine Gewalt wird: aus dem Herzen, mit der Liebe zu sich Selbst, mit der Liebe zum Menschen, mit der Liebe zum Leben als Gesamtem, lebensbejahend und lebensfreundlich.

Der Grund dafür: Unstimmiges verändern, der Sehnsucht nach Lebendigkeit folgen, sich den (tlw. unbequemen) Fragen, die das Leben an einen stellt, beherzt, mutig widmen…

(„Freude, die Glut, die dem Sein innewohnt“ Erich Fromm)

Oder, wie es K. Wecker mal formulierte: „Ich nehme mir das Leben – und ich geb es nicht mehr her!“

Für beide Dynamiken zugleich gilt es, die Aufmerksamkeit zu richten auf:

– Entscheidungskompetenz: vom ersten Schritt, wir packen es an, bis zur Konsequenz in der Umsetzung, dranbleiben,

-Stärken der Systemintelligenz: konsequente Analyse von Wechselwirkungen, kurz- , mittel-, langfristigen Abläufen, von Kippgrenzen oder sich verstärkenden bzw, blockierenden Kräften – und entsprechende differenzierte Massnahmengestaltung

-die gemeinsame übergeordnete Orientierung am Sinn, Purpose:  was soll damit möglich werden, gewährleistet werden?

-Fortschritte,  Erfolge sicht- und erlebbar machen

Sich auf den Weg machen

Als Führungskraft gilt es hier, die Aufmerksamkeit zu richten auf…

-(agiles) Projektmanagement/ Planen

-Klare Projektsteuerung

-Strukturen und Prozesse ausrichten

-Fähigkeiten entwickeln

-Ressourcen bereitstellen bzw. überflüssige Ressourcen abbauen,         entschlacken

-Chancen sehen und wahrnehmen

-Werkzeuge entwickeln, bauen

-Risikoanalysen etc..

-Monitoring durch klare Steuerung und Kennzahlen

Verkrustungen des Gewohnten aufbrechen,

Als Führungskraft gilt es hier, die Aufmerksamkeit zu richten auf…

– mutig und besonnen zu handeln (dazu gibt es einen WS:  5 Quellen des Mutes)

– die Gestaltung einer kraftvoll-klaren und wertschätzenden Streitkultur

– klare, differenzierte Strategien im Umgang mit Krisenkräften entwickeln, Hindernisse ernstzunehmen, Widerstände und Beharrungskräfte angehen

– Zuversicht behalten

– Bewältigungsstrategien für den Umgang mit Unsicherheit entwickeln

Unverfügbarkeit akzeptieren – und trotzdem mutig handeln „Ich liebe die Skepsis der Intelligenz – und die Zuversicht der Tat“ (A. Gramsci)

-kontinuierliche Selbst- und Teamreflektion

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